Abstract
Während viele Intellektuelle noch immer die sexuelle Revolution als großen Fortschritt feiern, entdeckt eine wachsende Zahl junger Menschen freiwillig Enthaltsamkeit, Pornografie-Verzicht und digitale Askese neu. Damit rücken sie oft unbewusst in die Nähe christlicher Vorstellungen, die Sexualität nie als Selbstzweck und auch Keuschheit nicht als Verneinung der Sexualität verstanden, sondern als Einübung der inneren und äußeren Freiheit, den anderen niemals bloß als Objekt des eigenen Begehrens zu behandeln. Was verbirgt sich hinter diesen Entwicklungen? Wie konnte aus der Verheißung grenzenloser Freiheit der Wunsch nach freiwilliger Selbstbegrenzung entstehen?
| Original language | German |
|---|---|
| Publication status | Published - 17 Jul 2026 |
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