Abstract
Das Konzept der psychologischen Sicherheit ist wieder präsenter. Während in den 1965- er Jahren vor allem auf die Bedeutung für Wandelprozesse hingewiesen wurde, rücken in den 1990er Jahren die Arbeiten rund um Amy Edmondson die Effekte von psycholo- gischer Sicherheit für das Lernen von Teams in den Fokus. Heute gilt psychologische Sicherheit als ein zentraler Faktor für Lernen, Innovation und Leistungsfähigkeit. Vor al- lem in Zeiten, die von Unsicherheit und Wandel geprägt sind, kann psychologische Si- cherheit zum Gamechanger werden. Führungskräften wird dabei eine zentrale Rolle zu- geschrieben. Sie haben es in der Hand, psychologisch sichere Arbeitsumgebungen zu schaffen und damit ihre Teams zu Höchstleistungen zu führen. – So ein Narrativ, das gern geteilt wird, das in der Realität aber weiter gedacht werden sollte. Wir nehmen in diesem Beitrag daher das Konzept der Psychologischen Sicherheit genauer unter die Lupe, analysieren Bedeutung, Wirkung und Entstehungsbedingungen und widmen uns zentral der Frage, was Führungskräfte und Organisationen tatsächlich tun können, um förderliche Arbeitsumgebungen zu gestalten. Es zeigt sich: Psychologische Sicherheit wird zentral von Führungskräften ermöglicht; sie ist jedoch kein isoliertes Führungs- phänomen, sondern entsteht aus dem Zusammenspiel von aktiver Gestaltung, individu- eller Reflexion, gruppendynamischen Wechselwirkungen und gelebter Kultur. Organisa- tionen können ihre Führungskräfte dabei maßgeblich unterstützen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 27-37 |
| Fachzeitschrift | Austrian Management Review |
| Jahrgang | 15 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
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