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Abstract
Unternehmen sind zunehmend auf intrapreneurial orientierte Mitarbeitende angewiesen, um Innovation und Transformation voranzutreiben. Diese Mitarbeitenden gelten als zentrale Ressource organisationaler Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch kehren sie der Organisation den Rücken, um ihre unternehmerischen Ambitionen außerhalb formaler Strukturen zu verwirklichen. Während bestehende Forschung vor allem strukturelle Barrieren des Intrapreneurships adressiert, bleibt bislang unklar, wie der schrittweise Verlust von erlebtem Empowerment psychologisch wirkt – insbesondere bei Personen mit starkem unternehmerischen Selbstbild. Auf Basis qualitativer Interviews entwickeln wir das Konzept des Empowerment-Gaps, verstanden als dynamische, identitätsrelevante Diskrepanz zwischen individuellem Gestaltungsanspruch (Self-Determination Theory) und organisationalem Ermöglichungsrahmen. Unsere Analyse zeigt, wie der graduelle Verlust von Einfluss, Autonomie und Sinn einen Kipppunkt innerer Entfremdung markiert, in dem Push-Faktoren
(Demotivation, Kontrollverlust, Identitätserosion) eskalieren und zugleich die Anziehungskraft unternehmerischer Pull-Faktoren (Selbstbestimmung, Sinn, Wirksamkeit) zunimmt. Rekonstruiert wird ein mehrphasiger Prozess: (1) Empowerment-Erleben durch intrapreneuriales Verhalten im organisationalen Kontext, (2) der Empowerment-Gap als Wendepunkt, (3) Selbstständigkeit als Wiederaneignung von Empowerment sowie als identitätskonsistenter Ausweg.
Die Studie leistet einen theoretischen Beitrag, indem sie psychologisches und strukturelles Empowerment, die Self-Determination Theory sowie Push-/Pull-Logiken integriert und damit erklärt, wie unerfüllte intrapreneuriale Intentionen in Exit-Entscheidungen münden. Praktisch
eröffnet sie neue Perspektiven für Führung und Talentbindung: Statt lediglich Strukturen zu verändern, gilt es, das subjektive Empowerment-Erleben zu sichern – durch Stärkung von Autonomie, Sinn und Einflussmöglichkeiten – um unternehmerisches Potenzial innerhalb der Organisation zu halten.
(Demotivation, Kontrollverlust, Identitätserosion) eskalieren und zugleich die Anziehungskraft unternehmerischer Pull-Faktoren (Selbstbestimmung, Sinn, Wirksamkeit) zunimmt. Rekonstruiert wird ein mehrphasiger Prozess: (1) Empowerment-Erleben durch intrapreneuriales Verhalten im organisationalen Kontext, (2) der Empowerment-Gap als Wendepunkt, (3) Selbstständigkeit als Wiederaneignung von Empowerment sowie als identitätskonsistenter Ausweg.
Die Studie leistet einen theoretischen Beitrag, indem sie psychologisches und strukturelles Empowerment, die Self-Determination Theory sowie Push-/Pull-Logiken integriert und damit erklärt, wie unerfüllte intrapreneuriale Intentionen in Exit-Entscheidungen münden. Praktisch
eröffnet sie neue Perspektiven für Führung und Talentbindung: Statt lediglich Strukturen zu verändern, gilt es, das subjektive Empowerment-Erleben zu sichern – durch Stärkung von Autonomie, Sinn und Einflussmöglichkeiten – um unternehmerisches Potenzial innerhalb der Organisation zu halten.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | FGF-Schriftenreihe Abstract Proceeding Volume 1 |
| Seiten | 66-67 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-00-085450-7 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Dez. 2025 |
| Veranstaltung | Annual Interdisciplinary Conference on Entrepreneurship, Innovation and SMEs : G-Forum 2025 - Stuttgart, Stuttgart, Deutschland Dauer: 17 Sept. 2025 → 19 Sept. 2025 |
Konferenz
| Konferenz | Annual Interdisciplinary Conference on Entrepreneurship, Innovation and SMEs : G-Forum 2025 |
|---|---|
| Land/Gebiet | Deutschland |
| Ort | Stuttgart |
| Zeitraum | 17/09/25 → 19/09/25 |
Aktivitäten
- 1 Vortrag
-
Der Empowerment-Gap: Warum intrapreneuriale Intentionen in die Selbstständigkeit führen können
Schnekker, S. (Redner)
19 Sept. 2025Aktivität: Gespräch oder Vortrag › Vortrag
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