Beschreibung
Veränderungsprozesse in Unternehmen erfordern auf der einen Seite ein starkes Leadership, das visionär auftritt und den Wandel durch klare Kommunikation und Überzeugungskraft vorantreibt. Dieser Aspekt wird für gewöhnlich durch das Top Management geleistet. Bei der erfolgreichen Umsetzung von Neuerungen sind speziell im mittleren Management aber ebenso sanftere Formen des Leadership gefragt, die das Lernen während der Veränderung forcieren sowie mögliche Bedenken erkennen und rechtzeitig aufgreifen. Im vorliegenden Beitrag wird am Beispiel des im deutschsprachigen Raum noch unzureichend berücksichtigten Humble Leadership-Führungsansatzes gezeigt, wie eine solche bescheidenere Form der Führung komplementär zu starker Führung wirken kann. Humble Leadership zeichnet sich durch das Eingeständnis persönlicher Unzulänglichkeiten, die Wertschätzung von Stärken der Mitarbeiter*innen und eine hohe Lernbereitschaft aus. Im Zentrum steht dabei eine persönliche, ganzheitliche und auf Vertrauen abzielende Beziehungsgestaltung, die es zulässt, dass Mitarbeiter*innen offen über Fehler und Vorbehalte sprechen können. Im Rahmen einer Masterarbeit an der FH Wiener Neustadt wurde eine qualitative, explorativ angelegte Studie mit Hilfe eines halbstrukturierten Leitfaden-Interviews durchgeführt. Im Zentrum stand dabei das Selbstkonzept der Führungskräfte und ihr demütiger Führungsstil. Mit dem vorliegenden Beitrag sollen erste empirische Erkenntnisse zum Humble Leadership vermittelt und Anregungen geliefert werden, um Führung bei Change-Vorhaben als vielschichtiges, mehrere Teilleistungen erforderndes Phänomen zu begreifen.| Zeitraum | 18 Apr. 2024 |
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| Ereignistitel | 17. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen 2024 |
| Veranstaltungstyp | Konferenz |
| Ort | ÖsterreichAuf Karte anzeigen |
| Bekanntheitsgrad | National |
Schlagwörter
- Humble Leadership, Change Management, Arbeitsbeziehungen, Lernen